Chronik
Der Siedlungsplatz Ehrhorn wird urkundlich erstmals 1050 erwähnt ( Urkundenbuch des Lüneburger Michaeliskloster). Und im Stadtarchiv Lüneburg von 1617 werden Ehrhorner Höfe erwähnt, die abgabepflichtig dem St. Michaelis Kloster zu Lüneburg waren.
Mitte des 17. Jahrhunderts (um 1650, so ganz genau lässt sich das nicht mehr feststellen) werden dann in Ehrhorn drei Bauernhäuser errichtet, von denen heute noch zwei stehen. Die Gebäude werden in damals landschaftstypischer Bauweise (Zweiständer-Fachwerk und Stroh-Dachbedeckung) gebaut.
Alte Eichen und Buchen umsäumen vermutlich schon damals die Höfe. Offene Heide- und Sandflächen sind sichtbar. So beschreibt beispielsweise das "Lagerbuch des Amtes Winsen" von 1681 ein "Ehrhorner Sandgehege". Dies lässt darauf schließen, dass schon damals der Sand in Hege gelegt wurde, dass heißt eingefriedet und bepflanzt.
In einem historischen Bericht des Heimatarchivs Bispingen von 1743 wird dann ein wüster Hof zu Ehrhorn beschrieben, "der vor langer Zeit her durch den überhand nehmenden Sand..... wüst geworden ist." Es bleibt aber unklar, welcher der drei Höfe.
Wiederaufforstung und Sanierung
In der Folge werden die Höfe als Waldarbeitergehöfte verpachtet. Es beginnen die Wiederaufforstungen der umliegenden Sand- und Heideflächen.
Mitte der neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts sind dann die Waldarbeitergehöfte Ehrhorn (das dritte wurde im Sommer 1972 ein Opfer der Flammen) so baufällig, dass sie saniert oder abgerissen werden müssten.
1998 entschließt sich die Niedersächsische Landesforstverwaltung, das erste der beiden Häuser zu sanieren, den Bauzustand von 1650 – soweit wie möglich – wiederherzustellen und eine Planstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung einzurichten. Es entsteht als Ausstellungshaus das Walderlebniszentrum Ehrhorn.
Ende 2003 beginnt dann die Landesforstverwaltung das zweite Ehrhorner Heidebauernhaus zu sanieren. Eine Dienstwohnung für die Leitung des Walderlebniszentrums Ehrhorn wird hergerichtet.
Das Ausstellungshaus Ehrhorn ist von April bis Ende Oktober wochentags (Montag bis Freitag) von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Im Winterhalbjahr von November bis März und an den Wochenenden ist ein Besuch des Hauses nach vorheriger Vereinbarung möglich. Gruppen können auf Anmeldung (E-Mail oder Tel. 05198-987120) und auch am Wochenende geführt werden.
Eintrittspreise
Erwachsene 2,50 €
Familien 6,00 €
Kinder 1,00 €
Gruppen 2,00 € pro Person
Walderlebnisführungen:
ab 3,00 € pro Person (Kindergärten, Schulen)
ab 75,00 € pro Gruppe (Privatgruppen)
Weitere Events: nach vorheriger Ankündigung
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Lehmbackofen und Grillplatz:
Wir heizen auf Voranmeldung den Backofen oder Grillplatz auch gerne vor oder stellen das Holz bereit. (Nutzung Backofen, 60,00 € oder Grillplatz 30,00 € pauschal für Brennholz, Grillroste.)
